4. August 2008
Reporter ohne Grenzen rufen zur Demo am 8. August auf
am 8. August brauchen wir tatkräftige Unterstützung!


am 8. August brauchen wir tatkräftige Unterstützung!
Jetzt auf SWR3: Nix geling in Peking
“Jetzt haben die Chinesen auch das geschafft: Pünktlich zu den Olympischen Spielen in Peking hat SWR3 aus dem Reich der Mitte die chinesische Billigkopie der Erfolgs-Comedy „Nix verstehn in Athen“ erreicht. Chinas Obrigkeit hat einfach alles im Griff, mit dem Geheimdienstschef Li Sta Si, seinem zweitbesten Spitzel Wan Ze und seiner gar nicht herben Tochter Re China. Auch der große Vorsitzende ist damit einverstanden.”
In Staatschef Lulas lateinamerikanischer Spezialdemokratie ist Wahlkampf - laut Bestsellerautor Joao Ubaldo Ribeiro wiederholt sich vor dem Oktober-Urnengang das Schema früherer Kampagnen - u.a. in Rio de Janeiro, dem zweitwichtigsten Wirtschaftszentrum Brasilien: Kandidaten dürfen nur mit spezieller Erlaubnis des organisierten Verbrechens die riesigen Slums betreten, um Politpropaganda zu betreiben. “In Wahrheit darf dort niemand ohne ausdrückliche Erlaubnis hinein. Der Präsident der Republik, beispielsweise, kann das indessen. Sofern er ein Sicherheitskontingent mobilisiert - ähnlich wie Bush im Irak, oder noch größer.”
Berlin / Paris, 29. Juli 2008. Reporter ohne Grenzen fordert die umgehende Freilassung des Palästinensers Sawah Abu Saif, der als Kameramann für die ARD arbeitet. Im Rahmen einer Großrazzia nach einem Bombenattentat nahmen am 25. Juli vier maskierte Männer der Hamas Sawah Abu Saif in seiner Wohnung fest. Saif steht laut Hamas im Verdacht, Fatah-Aktivist zu sein. Die ARD dementiert diesen Vorwurf.
Am 12. August wird im WDR noch einmal der Beitrag über Pei gezeigt. “Die Exilchinesin” läuft um 9 Uhr 30
Hier ein wenig Hintergrund:
Die Exilchinesen
von XU Pei
Unter dem Begriff “Chinesen” sind fast hundert ethnische Gruppen in der Republik China auf der Insel Taiwan und in der Volksrepublik China auf dem Festland zu verstehen, auch wenn manche selbst nicht dazu zählen möchten. Aber die tibetischen Kommunisten wie Ngapoi Ngawang Jigme zählen zu den kommunistischen Führern der VR China und die mongolische Kommnunistin Fu Ying vertritt in London die VR China als Botschafterin, um nur zwei Beispiele zu nennen.
… sagt die chinesische Propaganda.
Hier die Links dazu, die Xu Pei gefunden hat. Dabei wird auch gleich deutlich, wie schwer es ist, verlässliche Informationen zu erhalten. Wer übersetzt richtig? Wem kann man überhaupt trauen? Pei fand die Urheber von Verleumdungen gegen eine kritische Internetseite aus Deutschland. Das liest sich so:
Die Propaganda wurde aus http://news.sina.com.cn/m/globaltimes/
übernommen.
Dort wurde z. B. das propagiert,
http://news.sina.com.cn/w/2008-07-16/082814171278s.shtml
China-Korrespondenten von ZDF usw. hätten sich aus Protest gegen die Manipulation der Nachrichten über China bei ihrem Hauptquartier in Deutschland gekündigt, haha…
Huanqiu steckt mit Renmin unter einer Decke!
Also sie sind Sprachrohre des Propagandaministeriums.
In diesem Umfeld manipulierter Reflexe findet nun also die Begegnung bei Olympia statt. Ob das Klima aus Misstrauen, Spitzelei, Unterdrückung, Manipulation, Desinformation und Diffamierung die erstrebte Öffnung ermöglicht? Träumt weiter.
Brasilien feiert mit der ganzen Welt 50 Jahre Bossa Nova - aber wieso wird die bizarre Geschichte dieses Genres immer so apolitisch abgehandelt? Weil da manches die Kundschaft desillusionieren könnte? Beispiel Vinicius de Morais(1913-1980), Diplomat, Poet, Texter des ersten großen Bossa-Nova-Hits “Chega de Saudade” sowie “Garota de Ipanema”(The Girl from Ipanema), Alkoholiker, notorischer Frauenaufreißer. Als Intellektueller zählt er zur 1932 gegründeten ultrarechten Partei der “Integralistas”, die ein totalitäres Brasilien anstrebt, Verbindungen zur NSDAP hält.
Was hat eigentlich der US-Präsidentschaftskandidat am Brandenburger Tor verloren? Oder an der Siegessäule? Neueste Gerüchte besagen, er wolle über den Wannsee laufen. Noch ist nicht ganz klar, ob er auch gleich Präsident von Deutschland werden soll.
Wer genau wie wir ein wenig staunt über den Kult um Barack Obama, sollte unbedingt lesen, was Charles Krauthammer in der Washington Post zum Auftritt des Kandidaten in Berlin meint. Und nicht nur zu diesem strategischen Akt eines Wahlkampfs, der sich als Selbstinszenierungsorgie entpuppt. Politische Leistungen kann Obama nicht vorweisen, dafür aber zahlreiche glühende Verehrer. Krauthammer stellt den glühendsten vor: Barack Obama.
“Americans are beginning to notice Obama’s elevated opinion of himself. There’s nothing new about narcissism in politics. Every senator looks in the mirror and sees a president. Nonetheless, has there ever been a presidential nominee with a wider gap between his estimation of himself and the sum total of his lifetime achievements?
Obama is a three-year senator without a single important legislative achievement to his name, a former Illinois state senator who voted “present” nearly 130 times. As president of the Harvard Law Review, as law professor and as legislator, has he ever produced a single notable piece of scholarship? Written a single memorable article? His most memorable work is a biography of his favorite subject: himself.”
Der Aufruf hat genützt! Binnen weniger Tage kam das Geld zusammen, mit dem die Behandlung unseres Kollegen Grigorij Pasko bezahlt werden kann! Hier die Info von Reporter ohne Grenzen:
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
Reporter ohne Grenzen bedankt sich ganz herzlich für die großartige Unterstützung!
Dank vielfältiger Hilfe konnten wir die gesamten Kosten für die notwendige medizinische Behandlung des russischen Journalisten, Schriftstellers und Umweltschützers Grigorij Pasko übernehmen.
Rund 20.000 € sind zusammen gekommen. Davon sind 12.000 € für die Behandlung, Anreise und den Aufenthalt in Regensburg bezahlt worden. Die Restsumme steht für Grigorijs weitere medizinische Behandlung und Genesung in Moskau zur Verfügung.
Die taz meldet, dass die Mecom-Manager nach den massiven Protesten der holländischen Kollegen kurz vor Beginn des angedrohten Streiks die geplanten Stellenkürzungen vorerst aus dem “Gewinnmaximierungsplan” gestrichen haben.
“Bis zum 1. September soll gemeinsam überlegt werden, wie in irgendeiner Weise der Gewinn erhöht werden.”
Aufruf/Termin: Gegen die Gewalt in Simbabwe. Mahnwache vor südafrikanischer Botschaft am 5.7.08
WO: Botschaft der Republik Südafrika, Tiergartenstraße 18, 10785 Berlin
WANN: Samstag, 5. Juli 2008 / 11 bis 13 Uhr
WER: Forum Menschenrechte (u.a. mit Amnesty International, Reporter ohne Grenzen), Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika, Koordination Südliches Afrika, Stiftung Nord-Süd-Brücken, Weltfriedensdienst, Zimbabwe Netzwerk
MIT: Christian Ströbele, MdB (Bündnis90/Die Grünen) und Itai Mushekwe, Journalist aus Simbabwe weiterlesen…
Nach den Kollegen der Berliner Zeitung und den Chefredakteuren der Limburger Gruppe in Holland, die gegen die Praktiken von Mecom protestieren, geht nun auch die Belegschaft von ProSiebenSat.1 an die Öffentlichkeit. Hier der Offene Brief des Betriebsrats:
Sehr geehrter Herr Mäuser, sehr geehrter Herr de Posch,
mit großer Sorge nehmen die Betriebsräte die neue Sparrunde und den Personalabbau von ca. 155 Stellen in München und Berlin zur Kenntnis. Hinter den häufig bemühten Schlagworten Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit, Kernstrategie und Restrukturierung verbirgt sich in Wahrheit ein Erosionsprozess, in dessen Schlepptau Man-Power, Know-how, Identifikation und Leistungsbereitschaft dauerhaft ausgehöhlt werden.
Aktuelle Beispiele für die rote Infiltration der Kommunistischen Partei Chinas in Deutschland
Xu Pei
Für Exilchinesen wie mich bedeuten die roten Demonstrationen von Chinesen im Ausland wegen des olympischen Fackellaufs eine Gefahr, gegen die man sich wehren muß, denn sie sind alle von der kommunistischen Botschaft im Ausland organisiert worden.
Die Pressemitteilung des Falun Dafa Informationszentrums vom 13. Juni 2008 “Auslandschinesen werden von den chinesischen kommunistischen Vertretungen zu Gewalt angestiftet” liefert einen weiteren Grund zur Besorgnis. Darin heißt es: “Im Vorfeld der Olympischen Spiele haben Parteikader chinesische Touristen und Studenten, die sich im Ausland aufhalten zu Hass und Gewalttaten gegenüber Falun Gong-Praktizierenden angestiftet.” Die körperlichen und verbalen Angriffe gegenüber Falun Gong-Praktizierenden geschahen in Amerika, Japan und Polen.
Es ist erschreckend, daß das rote Terrorregime nun auch in fremden Territorien die Menschenrechte und Glaubensfreiheit verletzt, während die China-Korrespondenten verschiedener ausländischen Medien wie z. B. der Spiegel-Korrespondent Wieland Wagner von den roten Nazis beschimpft und bedroht werden.
Wohl nur selten ist das Wort Krise weltweit so häufig gebraucht worden, wie in den letzten Monaten. Ob Finanzkrise, die droht, sich gar zur Weltwirtschaftskrise auszuweiten, Bankenkrise, Immobilienkrise, Krise der Demokratie, Nahrungsmittelkrise, Energiekrise, Erdölkrise, Klimakrise, Krise der EU nach dem verkorksten Referendum der Iren oder die Krisen im Nahen und Mittleren Osten: der Begriff Krise beherrscht inzwischen auf allen Kontinenten nicht nur den Wortschatz von Politikern, Managern, Funktionären und Analysten, sondern hat sich auch im Sprachgebrauch der Mittelschichten festgesetzt. Ein starkes Indiz, dass die Welt aus den Fugen geraten ist und sich im politischen und wirtschaftlichen Raum für einen längeren, aber unbestimmten Zeitraum anarchische Zustände zu etablieren scheinen.
Der Schein trügt nicht, denn was wir zurzeit unter dem Reizwort Krise erleben, ist nicht mehr und nicht weniger als die Endphase eines historisch einmaligen, von Gewalt, Leid, Umwälzung und Fortschritt begleiteten Prozesses, der nach und nach die vielen nebeneinander existierenden Wirtschaften in eine Weltwirtschaft zusammenführte.
Der russische Journalist, Schriftsteller und Umweltschützer Grigorij Pasko braucht Hilfe!
Pasko hat Umweltverbrechen der russischen Marine aufgedeckt und veröffentlicht. Die Verklappung nuklearer Abfälle der Marine im Pazifik war nur eines der Themen, für die er vier Jahre ins Gefängnis und in Arbeitslager musste.
Xu Pei hat mir den folgenden Text geschickt. Er beschreibt nochmals nachdrücklich, wie oppositionelle Chinesen auch im Ausland von Repressalien bedroht sind und was die Regierungs-Propaganda in westlichen Demokratien vermag.
Democratization of China is the Key for the World Peace
SHENG Xue
When we talk about the Chinese Communist regime, do we feel that it’s something very far from here? Yes, we do. When we talk about the persecution of Chinese democratic activists, do we believe that it bothers our daily life here? No, we don’t.
However, the reality is poles apart from what we feel and what we believe. Let me share my own experience - the situation of a Chinese Canadian as a democracy activist in Canada - with you. Four viewpoints received Six hundreds attacking postings.
Zu Info und als kleiner Ansporn!
Die festen Freien des BR haben eine eigene Interessenvertretung durchgesetzt. In zwei Wochen wird gewählt.
Anbei der aktuelle Newsletter von Netz-Werk e.V. Demnächst soll auch für freie Freie gesorgt werden!
Als unzureichend und verbesserungsbedürftig bezeichnet der Bund der Steuerzahler Deutschland die Eckpunkte, die von den beiden Vorsitzenden der Föderalismuskommission II, Günther Oettinger (CDU) und Peter Struck (SPD) zur Begrenzung der Kreditfinanzierung des Staatshaushalts vorgelegt wurden.
Wer eine Schuldengrenze vorschlägt, die selbst in konjunkturell guten Zeiten eine Kreditaufnahme von bis zu 0,75% des Bruttoinlandsproduktes zulässt, arbeitet bereits an einem Schlupfloch, mit dem die neue Schuldengrenze praktisch wieder außer Kraft gesetzt werden kann. Im Jahr 2007 hätte dies einer Kreditaufnahme von 18 Milliarden Euro entsprochen. Die Berufung auf den Europäischen Stabilitätspakt erfolgt zu Unrecht, denn dieser fordert einen ausgeglichenen Haushalt auf mittlere Sicht, und dazu sind Haushaltsüberschüsse in Zeiten guter Konjunktur erforderlich. weiterlesen…
Professor Horst Müller, der für das aktuelle Heft ein paar Beispiele lieferte, die belegen, dass der SWR-Chefreporter Thomas Leif in seinem heftig kritisierten Beitrag “Quoten, Klicks und Kohle” auch aus unabhängiger fachlicher Sicht gegen journalistisches Ethos verstoßen hat, erstellte inzwischen für die Landesmedienanstalt von Rheinland-Pfalz ein umfassendes wissenschaftliches Gutachten. Das ist jetzt online nachzulesen:
Das Fazit:
Der Autor des Features habe “den öffentlich-rechtlichen Rundfunk weitgehend einseitig in ein positives Licht gerückt - und im Streit um Regelungen des künftigen Rundfunkstaatsvertrags die Positionen von ARD und ZDF befördert” sowie “private Medienunternehmen dagegen zumeist negativ dargestellt - einzelne Unternehmen, Institutionen und Mitarbeiter sogar regelrecht diskreditiert”.
Pressemitteilung vom 24. Juni 2008
Berlin/Paris, 24. Juni 2008. Zahlreiche ausländische Journalisten wurden in den vergangenen Tagen daran gehindert, frei über den Weg des olympischen Feuers durch die chinesischen Provinzen Xinjiang und Tibet zu berichten. Aus Sicht von Reporter ohne Grenzen bricht China damit klar sein Versprechen an das Internationale Olympische Komitee (IOC), ausländische Medien uneingeschränkt in China arbeiten zu lassen. weiterlesen…
